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Als ich Mitte 2005 in meiner Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin war, absolvierte ich ein Vollzeit-Praktikum in einer betreuten Wohngruppe für Jugendliche. Fiete konnte jedoch keinesfalls bis zu 9 Stunden alleine bleiben. Deshalb bat ich meinen Anleiter, meinen Hund mitnehmen zu dürfen. Der willigte ein, unter der Auflage, dass der Hund die Jugendlichen nicht angehen würde. Da Fiete damals noch sehr jung war und ein physisch wie kognitiv schneller Hund ist, konnte er sich sehr schnell den unterschiedlichen Charakteren der Jugendlichen anpassen und stets die richtige Weise der Kontaktaufnahme wählen. Bei manchen Jugendlichen war er stürmischer, bei manchen war er etwas zurückhaltender - ganz so wie die Jugendlichen es wollten und brauchten. Die Jugendlichen ihrerseits gingen stets liebevoll mit Fiete um, so dass ich mir also keinerlei Sorgen zu machen brauchte. Als die BetreuerInnen sahen, welch positiven Eigenschaften der Hund bei den Jugendlichen hervorhebt, baten Sie mich, Fiete regelmäßig mitzubringen. Diesen Wunsch erfüllte ich natürlich gern und es war für alle ein Gewinn! Nach ca. 6 Monaten fiel allen Beteiligten das Ende des Praktikums und somit der Abschied voneinander sichtlich schwer. Und nun raten Sie mal, wer mehr Abschiedsgeschenke von den Jugendlichen bekam! Fiete oder ich?
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