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Im Oktober 2007 wuchs in mir - beruhend auf meinen Erfahrungen mit Fiete - die Idee, meine Kenntnisse über Hunde in meinen ausgeübten Beruf als Erzieherin im Hort mit einfließen zu lassen. Fiete konnte ich jedoch keinesfalls mitnehmen, denn der würde den Kindern in Alter von 5 bis 6 Jahren durch sein hektisches Verhalten mehr Angst machen, als für Ruhe und Entspanntheit zu sorgen. Meine Landseer-Hündin war damals knapp 6 Monate alt. Da man der Hunderasse Landseer ein sehr geduldiges und ruhiges Gemüt nachsagt und Lütte bis dahin schon viele positive Erfahrungen mit Kindern gemacht hatte, schien mir also nichts dagegen zu sprechen, sie in meine pädagogische Arbeit mit einzubinden. Ich fing nun an, die hundegestützte Pädagogik professionell zu planen und setzte mich mit anderen Pädagogen, die eine tiergestützte Pädagogik anbieten, und deren Erfahrungsberichten auseinander. Ich wollte alles andere als unvorbereitet sein! Im nächsten Schritt brauchte ich die Einwilligung der Schulleitung, denn mein Arbeitsplatz ist innerhalb eines Schulgebäudes. Meine Chefin war (und ist) glücklicherweise von der Idee einer tiergestützten Pädagogik begeistert und hat sich bereit erklärt, das Gespräch mit der Schulleitung zu übernehmen. Ich hätte damals nicht zu träumen gewagt, einen Hund auf das Schulgelände, geschweige denn in das Schulgebäude, mitnehmen zu können! Ich machte mir wieder viel zu viele Sorgen, denn: Die Schulleitung willigte zu meinem Glück und Erstaunen nach einigen Gesprächsterminen ein. Es gab jedoch eine Bedingung: Alle Eltern der zu betreuenden Kinder müssen ausreichend informiert werden und schriftlich einwilligen. Vorliegende Allergien der Kinder mussten natürlich ebenfalls erfragt werden.
Wieder ein großer Schritt, der alles hätte verhindern können. Ein einziges "Nein!" eines Elternteils hätte ausgereicht und die Idee Lütte als Co-Erzieherin wäre gescheitert. Und wer in einem pädagogischen Beruf arbeitet, der weiß genau: Rücklaufzettel nehmen sehr viel Zeit in Anspruch. Ich hatte also viel Zeit mir Sorgen zu machen. Aber auch hier haben sich meine Befürchtungen glücklicherweise nicht bestätigt. Natürlich gab es Eltern, die sich verständlicherweise Sorgen machten, dass Lütte aus Reflex oder aus Jagdtrieb ihre Kinder beißen könnte. Aber diese baten mich fair um Rücksprache und ich erläuterte ihnen meine Einschätzung des Ganzen. Ich weiß nicht genau, was ihnen die Sorge nahm, aber ich schaffte es Lütte so zu beschreiben, wie sie ist: Liebenswert. Diese ganze Vorlaufzeit betrug nun also ca. drei Monate, aber das Warten und Hoffen hat sich gelohnt: Der Weg für Lütte ist seit Anfang 2008 nun endlich geebnet!
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